FAQ

Fragen rund um meine Themenschwerpunkte

Hier beantworte ich alle wichtigen Fragen rund um meine Themenschwerpunkte. Kontaktieren bei Fragen. Hier sind Sie schick beraten.

Was versteht man unter Systemischer Therapie oder Beratung?

Aristoteles. Aristoteles‘ berühmtes Zitat „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ verkörpert die Idee, dass die Zusammenstellung von Einzelteilen zu einem größeren Ganzen mehr beinhaltet, als wenn man diese Teile isoliert, betrachten würde.

Neben den klassischen Therapien wie tiefenpsychologisch fundiert, analytische Psychotherapie oder Verhaltenstherapie, ist seit 2008 auch die Systemische Therapie als psychotherapeutisches Verfahren wissenschaftlich anerkannt.

 

Die Entstehungsgeschichte der Systemischen Beratung und Therapie entspringt zum einem aus der Systemtheorie nach Luhmann und fand durch die Familientherapie nach Virginia Satir ihren auf Familien und Paare ausgerichteten Schwerpunkt. Sie sieht den Menschen nicht als isolierte Person, sondern als „Teil des Ganzen“ in einem Netzwerk sozialer Beziehungen (Systeme), in denen er/sie/es sich bewegt (z.B. Familie, Paar, Team, Organisationen und Gesellschaft). Der Blick der systemischen Sichtweise richtet sich auf die Muster, Werte, Erfahrungen und Interaktionsmuster (Verhaltensweisen) des Einzelnen und spiegelt dessen Regeln, Rollen, Grundannahmen, Überzeugungen und Wertvorstellungen innerhalb eines Systems.

Systemisches Arbeiten bedeutet, Menschen sowohl in ihren individuellen Lebenszusammenhängen als auch in ihren Beziehungen, Fähigkeiten, Kompetenzen und Bedürfnissen zu verstehen. Der systemische Ansatz bedeutet, dass man sich nicht nur auf den ‚Troublesmaker‘ konzentriert, sondern das ganze System in den Blick nimmt.

Systemische Therapie versteht psychische Probleme und Symptome als Ergebnis konfliktreicher Beziehungsmuster. Ihr Ziel ist es, den Menschen dabei zu unterstützten, diese Muster zu erkennen, zu verstehen und aktiv zu verändern. Sie fördert seine Autonomie und Selbstwirksamkeit.

Systemische Therapie und Beratung ist lösungs- und ressourcenorientiert. Sie konzentriert sich auf die Stärken, Fähigkeiten und Fortschritte des Menschen, orientiert sich an seinen Zielen und entwickelt Lösungsstrategien. Denn nicht alles ist bis dato schlecht gelaufen, sondern hat Sie bis dahin gebracht, wo Sie geradestehen. Jetzt muss ein kleines Update her und das konzentriert sich auf das, was schon funktioniert.

Systemiker: innen gehen davon aus, dass Probleme oder Symptome, auch wenn sie als störend oder hinderlich erlebt werden, einen Nutzen haben. Sie interessieren sich für deren Funktion im Alltag und in den Beziehungen. Und für Sie, können diese Störenfriede zukünftig als Lerngeschenke dienlich sein.

Das Bild eines „Mobile“ beschreibt die Systemische Betrachtungsweise sehr gut!

Wird ein Mobile an einer Stelle in Bewegung gesetzt, wirkt sich dies auf jedes sich im Mobile anhängende Teilchen aus. Sie stehen miteinander in Beziehung und jedes Ungleichgewicht des einen Teilchens bringt das gesamte Mobile in Bewegung.

Je nach Impulsstärke, kann sich das Mobile wieder ausbalancieren und zu seinem Gleichgewicht zurückfinden. Je mehr Teile das Mobile umfasst und je stärker die Außeneinwirkung ist, desto schwieriger werden die Bewegungen vorauszusagen und es kann zu Verwickelungen kommen. Ich helfe Ihnen dabei sich wieder zu „ent- wickeln“.

Menschliche Systeme lassen sich ebenfalls als Mobiles betrachten: Paarbeziehungen, Familien, Organisationen, Betriebe, Sportvereine, Schulklassen, die Kirche, Krankenhäuser, Parteien und innere Dialoge (innere Team).

Sowohl in Einzel- Paar- Familien- oder Organisationsberatung geht es darum Kontexte und den Konstruktivismus aller Beteiligten einzubeziehen, Wechselwirkungen zu verstehen und Zusammenhänge herzustellen. Der Blickpunkt und die subjektiv eingenommene Perspektive sind ausschlaggebend für das, was beobachtet wird.

Um beim Bild des Mobiles zu bleiben, fragen Sie sich selbst und übertragen es auf Ihr System:

  • Wie kommt ein Mobile eigentlich in Bewegung?
  • Was passiert, wenn es sich „ver-wickelt“?
  • Wie kann ich es wieder „ent-wickeln“?
  • Welches Element reagiert wie auf wen?
  • Welches reagiert am wenigsten, welches am meisten?
  • Wem fällt es überhaupt auf und wenn ja, was fällt auf?
  • Wie viel Energie braucht es, um dauerhaft in Bewegung zu bleiben?
  • Hat es einen Motor oder Antrieb und wenn ja, welchen?
  • Wer hängt es auf?
  • Wer hängt es ab und wann?
  • Wer schaut es an?
  • Wenn interessiert es bzw. wer beachtet es?
  • Welches Wertesystem – also Regeln, Werte und Normen erklären das Verhalten der „Ver-oder Ent-wicklung“ des Mobiles?
  • Systemische Therapie für Paare und Familien

    Das Schöne an der systemischen Therapie & Beratung: Sie betrachtet die gesamte Dynamik einer Beziehung und bezieht alle relevanten Personen wie Eltern, das Paar, Kinder, Schwiegereltern, Freunde, Arbeitskollegen und Arbeitgeber mit ein. Ziel ist es, die eigenen Ressourcen des Paares zu mobilisiere und zu stärken, damit Sie ihre gemeinsam gesetzte Ziele erreichen und wieder einen gemeinsamen Nenner finden. Neben empathischem Zuhören und Gesprächen, kommen auch Übungen und Aufgaben zum Einsatz, die das Paar zwischen den Sitzungen bearbeiten darf. Dies fördert nicht nur die Kommunikation, sondern auch das aktive Handeln zur Verbesserung der Beziehung. Die berühmte Theorie (Beratung) und Praxis (Do-it-for-yourself-Methode).

     

  • Was hinter Life-Coaching steht und worauf Sie achten sollten?

    Wer oder was darf sich Life Coach nennen und was kann dahinterstecken?

    Da der Titel und die Zuschreibung nicht geschützt sind, kann sich heutzutage jeder Life Coach nennen. In der Regel versteht man unter Life Coaching ein professionelles Setting mit einem Berater, der Menschen dabei unterstützt, ihre persönlichen und beruflichen Ziele zu erreichen. Life Coaching ist ein strukturierter Prozess, bei dem der Coach dem Klienten hilft, Klarheit über seine Ziele zu gewinnen, Hindernisse zu überwinden und konkrete Schritte zu unternehmen, um sein volles Potenzial zu entfalten.

    Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Life Coaches achten?

    Qualifikationen und Zertifizierungen: Stellen Sie sicher, dass der Coach über anerkannte Zertifikate und Ausbildungen verfügt. Zertifikate von Verbänden, Dachverbänden oder Berufsverbänden sind ein gutes Zeichen. Bei mir wären das z.B. bisher die Systemische Gesellschaft als Dachverband und der Deutsche Fachverband für Soziotherapie.

    Erfahrung und Spezialisierung: Fragen Sie nach der Erfahrung und den Spezialisierungen des Coaches. Dabei können auch Vertiefungen zu Spezialisierungen führen und nicht jedem liegt zwangsläufig der am besten ausgebildete Coach. Trotzdem würde ich für Küchen- und Hobbypsychologen kein Geld ausgeben.

    Transparenz und Ethik: Ein seriöser Coach ist transparent bezüglich seiner Methoden und Gebühren und macht keine unrealistischen Versprechungen. Denn nicht der Coach muss sich verändern und an sich arbeiten, sondern Sie!

    Welche Warnzeichen sollte ich beachten?

    Fehlen von Zertifizierungen: Vorsicht bei Coaches ohne formelle Qualifikationen oder Zertifikate. Meist sind fehlende oder schwammige Werdegänge ein Indiz für mangelnde oder unzureichende Qualifikation.

    Übermäßiges Marketing: Lassen Sie sich nicht von übertriebenem Marketing blenden. Prüfen Sie die Substanz hinter den Werbeversprechen und hinterfragen Sie Ihre innere Stimme: „Eigentlich wollte ich genau das hören, weil es sich so einfach anhört“. Und damit wären wir beim Punkt:

    Unrealistische Versprechungen: Seien Sie skeptisch gegenüber Versprechen von schnellen und mühelosen Erfolgen. Ich sage es ungern, aber ich wiederhole mich gern noch einmal. Die Arbeit in einem Veränderungsprozess haben hauptsächlich Sie, und auch wenn Sie ganz viel Geld dafür bezahlen: „Sie müssen aktiv werden und schaffen so Veränderung“. Und sollte es doch jemand geben, bei dem das mit dem Geld geklappt hat, dann hätte ich die Nummer auch gern.

    Was darf ein Life Coach nicht machen?

    Psychologische und medizinische Diagnosen: Alle Life Coaches, Berater und Therapeuten, die keine fundierte und qualifizierte oder durch die Krankenkassen anerkannte Zulassung besitzen, dürfen und sollten keine medizinischen Diagnosen stellen oder psychische Erkrankungen behandeln. Das heißt, alle, die als Selbstzahler behandeln, sind in der Regel nicht befugt oder eingeschränkt befugt, aber in jedem Fall gesetzlich verpflichtet, an dementsprechende Kollegen der Psychologie oder Medizin zu verweisen, die es dürfen, sollten ernsthafte psychische Krisen entstehen.

    Entscheidungen abnehmen: Ein Coach sollte Sie zu jeder Zeit befähigen, Ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Sollte das nicht der Fall sein und nur der Coach gibt den Ton an und sabotiert sozusagen Ihre Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung, dann läuft da etwas nicht ganz richtig.

    In welchen Bereichen würde ich Ihnen lieber einen Life Coach anstelle eines Therapeuten empfehlen?

    Ein Life Coach, Systemiker, Businesscoach, und wie sie alle heißen, kann in vielen Bereichen wertvolle Unterstützung bieten. Besonders bei der Zielsetzung und persönlichen Entwicklung kann diese Form der mentalen Unterstützung und des gemeinsamen Brainstormings sehr erfolgreich wirken. Zudem haben Sie als Selbstzahler den Vorteil, keine Diagnose zu erhalten. Was beruflich und für die Karriere in manchen Berufen wie Lehramt oder mittleres und oberes Management schon mal von Vorteil sein kann. Dennoch, bei ernsthaften emotionalen und psychischen Problemen wie Angstzuständen, Depressionen oder Traumata bzw. allen Formen, die Sie im alltäglichen Leben massiv einschränken, sollten Sie dringend und ausschließlich professionelle medizinisch-therapeutische Hilfe und Fachpersonal in Anspruch nehmen!

    Was meiner Meinung nach das Wichtigste ist, ungeachtet der Profession oder Qualifikationen: Wie finde ich heraus, ob die Chemie zwischen mir und meinem Coach stimmt?

    Vertrauen und eine gute zwischenmenschliche Beziehung sind entscheidend. Ein Probetermin kann helfen, festzustellen, ob die Chemie stimmt und die Zusammenarbeit für beide Seiten passt.

    Fazit

    Ein Life Coach kann eine wertvolle Unterstützung auf Ihrem Weg zu persönlichem und beruflichem Wachstum sein. Achten Sie darauf, einen qualifizierten und erfahrenen Coach auszuwählen, der realistische Erwartungen setzt und transparent über seine Qualifikationen und Methoden informiert. Seien Sie vorsichtig bei schnellen Lösungen und leeren Versprechungen und erkennen Sie die Grenzen des Life Coachings an. Wenn tiefere psychische Unterstützung benötigt wird, ist es wichtig, professionelle therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

  • Was versteht man unter Systemischer Organisationsentwicklung

    Die Systemische Organisationsentwicklung (OE) dient Organisationen/Betrieben/Unternehmen um gezielte, systematische Prozesse zur Weiterentwicklung und Verbesserung zu aktivieren. Dabei werden unterschiedliche Techniken und Methoden angewendet, um Kulturen (formal und informell) Strukturen, Prozesse innerhalb eines Betriebs/Organisation zu optimieren. Mein Ziel ist es, die Gesundheit und damit die Leistungsfähigkeit der Organisation zu steigern. Die wichtigsten Aspekte der Organisationsentwicklung umfassen:

    1. Diagnose und Analyse: Erhebung des aktuellen IST- Zustands der Organisation durch das Sammeln von Informationen und Daten, Beobachtungen und Feedback.
    • Welchen Auftrag hat der/die Organisationsentwickler: innen
    • Welche Wünsche hat das Unternehmen an eine Organisationsentwicklung
    1. Planung: Es werden speziell auf die Organisation abgestimmte Strategien und Maßnahmen entwickelt, um die gewünschte Veränderung zu erreichen.
    2. Intervention: Umsetzung des Maßnahmenplans, wie z.B. Seminare, Workshops, Schulungen und Anpassung der Arbeitsabläufe.
    3. Feedback: Was hat bisher funktioniert, was war machbar und was ist möglicherweise unrealistisch? Gegebenenfalls hier Anpassungen schaffen.
    4. Evaluation: Wenn alles funktioniert hat, wird zum Schluss noch einmal Überprüfung inwieweit durchgeführten Maßnahmen wirkungsvoll war.

    Systemische Organisationsentwicklung kann als kontinuierlicher Prozess verstanden werden, der darauf abzielt, die Organisation als Ganzes zu verbessern, indem sie sich an die sich ständig verändernden internen und externen Anforderungen anpasst. Dabei ist es sinnvoll sowohl die Kultur als auch die daraus entstanden Struktur zu betrachtet, um eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.